Was tun bei Wespen? – Ein Fall für die Feuerwehr nur bei konkreter Gefahr

Wespennest

Grundsätzlich unterliegen alle wildlebenden Tiere, also auch Wespen, unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und dürfen nicht mutwillig oder ohne vernünftigen Anlass gefangen, verletzt oder getötet werden. Darüber hinaus stehen  Hummeln, Hornissen und Bienen unter einem besonderen Artenschutz - hier kann die Zerstörung einer ihrer Behausungen mit bis zu 50.000 € geahndet werden. Aber auch die Entfernung eines Wespennests kann eine Geldstrafe im vierstelligen Bereich nach sich ziehen, denn das Umziehen eines Staates oder seine Eliminierung sind gesetzlich nur zugelassen, wenn „dafür ein vernünftiger Grund vorliegt“. Ein Wespennest in kurzer Distanz zur eigenen Behausung ist zunächst noch kein vernünftiger Grund - außerdem muss zuvor durch einen Spezialisten geprüft werden, um welche Wespenart es sich handelt.

Aus Angst vor den Tieren rufen Betroffene oft bei der Feuerwehr an, obwohl für die Prüfung, ob ein solcher Grund vorliegt und ggf. Vernichtung oder Umsiedlung  von Insekten Kammerjäger und Schädlingsbekämpfer zuständig sind. Die Feuerwehr greift nur in wenigen Einzelfällen ein, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt. Eine solche Gefahr durch Wespen ist dann gegeben, wenn zum Beispiel die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Das kann z.B. in Kindergärten und Altenheimen der Fall sein.

Wir bitten daher betroffene Bürgerinnen und Bürger sich im Falle eines Wespenbefalls, soweit keine konkrete Gefahr vorliegt, privat an einen entsprechenden Spezialisten zu wenden.

Sollte eine Gefahr von einem Hornissennest ausgehen, so ist die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Erlangen-Höchstadt einzuschalten.

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