Zur Startseite springenZum Inhalt springenZum Fußbereich springen

Abwasserüberleitung

Daten zur Abwasserüberleitung

  • Baubeginn Oktober 2012, Inbetriebnahme 15.07. 2014
  • Pumpwerk auf dem Gelände der aufzulassenden Kläranlage Kalchreuth
  • Höhenunterschied:  75 Meter
  • Länge Druckleitung: 10,5 Kilometer
  • Länge Freispiegelkanal: 160 Meter
  • Querschnitt Druckleitung: 28 Zentimeter (Steigleitung), 22,5 Zentimeter (Fallleitung)
  • Querschnitt Freispiegelkanal 50 Zentimeter
  • Baukosten 5,3 Mio.

Die Abwasserüberleitung

Das Abwasser aus der Gemeinde Kalchreuth wird mit einem Pumpwerk, daß sich auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage befindet, und einer anschließenden, rund 10,5 Kilometer langen Druckleitung über den Höhenzug im Kalchreuther Forst geleitet. Dabei ist ein Höhenunterschied von rund 75 Metern zu überwinden. Nach Durchquerung des Reichswaldes und einer Unterfahrung der Autobahn A3 (Nürnberg – Würzburg) endet die Druckleitung am westlichen Ortsrand von Buchenbühl, das Nürnberger Kabelnetz ist damit erreicht. Das Abwasser fließt von dort in freiem Gefälle den Nürnberger Klärwerken zu.

Für die Druckleitung wurden Kunststoffrohre aus Polyethylen verwendet. Um am Druckleitungsende in Buchenbühl die Widerstandsfähigkeit gegenüber einer eventuell möglichen Säurekorrosion zu erhöhen, wurde dort auf 160 Metern Länge ein Freispiegelkanal aus Steinzeugrohren mit 50 Zentimetern Durchmesser neu gebaut. Zusätzlich erfolgte im daran anschließenden Betonrohrkanal eine Kanalrenovierung mittels Kunststoffauskleidung (Schlauchliner).

In jedem Schacht der Druckleitungsind neben Absperrschiebern auch Putzstücke eingebaut, so dass eine abschnittsweise Spülung und Inspektion möglich ist. Die Reinigung der Leitung erfolgt auch mittels „Reinigungsmolch“. Bei diesem Verfahren wird ein Schaumstoff- oder Hartgummiball durch die Leitung gespült. Damit lassen sich Ablagerungen lockern und herauslösen Hierzu sind die Schächte am Pumpwerk, an der Molchstation auf dem Wanderparkplatz an der Kreisstrasse Kalchreuth – Nürnberg/ Neunhof und an der Molchentnahmestation in Buchenbühl (Ende der Druckleitung) mit entsprechenden Einbauteilen ausgerüstet.

Um die Zugänglichkeit der Schächte für Reinigungs- und Wartungsarbeiten zu gewährleisten, wurden Teilbereiche der vorhandenen Feld- und Forstwege entsprechend der Belastung durch die eingesetzten Fahrzeuge neu aufgeschottert und an einigen Stellen auch neue Betriebswege angelegt.

Die Lage der gesamten Trasse sowie der Unterhalt der Druckleitung wurden mittels beschränkt persönlichen Dienstbarkeiten beziehungsweise Gestattungsverträgen rechtlich gesichert.

Natur- und Umweltschutz

Die zahlreichen Belange schutzbedürftiger Bereiche, verteilt auf der gesamten Trasse, wurden in Planung und Ausführung der Abwasserleitung berücksichtigt. Als besondere Flächen sind unter anderem das Gründlachtal, die Kirschwiesen sowie ganz allgemein das Natura-Gebiet.

Nürnberger Reichswald zu nennen. Ebenso wurden denkmalschutzrechtliche relevante Bereiche, wie zum Beispiel die Wolfsfelder Wiese, in der Planung des Trassenverlaufs berücksichtigt.